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BAHN: 1. Bahnfahrt in 2023

Zunächst der Hinweis, dass hier nicht über jede mangelhafte Bahn- oder Busfahrt berichtet wird, dafür fehlt einfach manchmal die Zeit. Über die erste Fahrt im neuen Jahr soll mal wieder berichtet werden.

Mein Zug sollte ziemlich pünktlich kommen, aber der nächste Zug wurde schon wieder abgesagt, weil das Personal erkrankt sein sollte.

Zehn Minuten vor der Abfahrt des Zuges rief ich wie üblich die 3S-Zentrale an, damit die das Zugpersonal informieren können, dass in Gelsenkirchen ein Rollstuhlfahrer wartet, der Hilfe beim Einsteigen braucht. Das hat auch geklappt.

Die Zugbegleiterin war etwas übermotiviert, und wollte eine Mitfahrerin aus dem Abteil vertreiben, um Platz für mich zu machen, aber das war überhaupt nicht notwendig, denn auf der anderen Seite des Zugabteils war ausreichend Platz. Auf der Hinfahrt gab es auch keine Probleme, das sollte sich aber auf der Rückfahrt gleich doppelt ändern.

Zunächst war wieder ein Zug ausgefallen, weil das Zugpersonal krank war. Mein Zug kam mit fast 50 Minuten Verspätung wieder in Gelsenkirchen an, und damit dauerte die Fahrt ziemlich genau doppelt so lange, wie es eigentlich hätte dauern sollen.

Wir fuhren noch einigermaßen pünktlich ab, aber nach ca. 10 Minuten stoppte der Zug für ungefähr 15 Minuten. Wir warteten auf einen entgegenkommenden Güterzug, einen IC, und einen RE. Als es weiterging, kam es zu einem weiteren Halt, weil es Probleme an einem Bahnübergang gab. Und so dauerte die Fahrt bis Gelsenkirchen ungefähr doppelt so lange, wie es eigentlich hätte dauern sollen.

Das war aber nicht das einzige Problem an diesem Tag. Der Zugbegleiter war mir nicht unbekannt, ich fuhr schon öfters mit ihm. Ich will ja nicht sagen, dass er völlig unfähig ist, aber seine Kollegen hätten sich an diesem Tag sicherlich anders verhalten.

Kurz nach der Abfahrt kontrollierte er die Fahrkarten, und es gab in unserem Abteil zwei „Schwarzfahrer“. So richtige Schwarzfahrer waren das aber nicht, sondern beide waren Schwarzfahrer aus Versehen.

Das Problem war, dass beide Fahrgäste  Fahrkarten hatten, mit denen sie noch bis zum 31.12.2022 hätten fahren dürfen, aber lt. Zugbegleiter hat sich zum 1. Januar was geändert, und deshalb durften die beiden Mitfahrer seit Januar mit ihren Monatskarten in diesem Bereich nicht mehr fahren. Sie hätten ein Zusatzticket gebraucht.

Allerdings gab es noch einen kleinen Unterschied zwischen den beiden „Schwarzfahrern“,

Beide hätten noch im Dezember mit ihren Monatskarten in dem Bereich fahren dürfen, in dem sie kontrolliert wurden, aber der Zielbahnhof war bei einem Mitfahrer auch schon im Dezember 2022 außerhalb der Gültigkeit seiner Monatskarte.

Das Merkwürdige war das Verhalten des Zugbegleiters, der mit den beiden Fahrgästen völlig unterschiedlich umging. Beide Mitfahrer waren Deutsche.

Der erste Fahrgast wollte das zusätzliche Ticket im Zug kaufen, aber der Zugbegleiter meinte, dass das nicht möglich wäre. Der Fahrgast wollte dann das Ticket über sein Handy  kaufen, aber der Zugbegleiter meinte, dass er das im Zug nicht machen dürfte. Er verlangte, dass der Fahrgast am nächsten Bahnhof aussteigt, um sich dort eine Fahrkarte zu kaufen.

Zur Erinnerung, wir hatten da schon eine deutliche Verspätung, und der nachfolgende Zug war bereits gecancelt, weil das Bahnpersonal krank war. Ich glaube, das hätte man besser und kundenfreundlicher lösen können. Bei diesem Fahrgast handelte sich um die Person, die zwar mit dem Ticket nach den alten Bestimmungen noch in dem Bereich h#tte fahren dürfen, in dem wir uns gerade befanden, aber der Zielort wäre auch nach den alten Bestimmungen nicht ohne Zusatzfahrkarte erreichbar gewesen.

Der andere Fahrgast hätte mit seiner Monatskarte nach den alten Bedingungen nicht nur im aktuellen Bereich fahren dürfen, sondern sogar bis zu seinem Zielort. Auch dieser Fahrgast war bereit ein Ticket im Zug nachzukaufen, was aber lt. Zugbegleiter nicht möglich gewesen wäre. (Später stellte sich heraus, dass dies doch möglich gewesen wäre). Wenn der Zugbegleiter beide Fälle gleich behandelt hätte, hätte er von diesem Fahrgast auch verlangen müssen, dass dieser am nächsten Bahnhof, zusammen mit dem anderen Fahrgast, aussteigt, um sich dort eine richtige Fahrkarte zu kaufen, aber das hat er komischerweise nicht gemacht.

Er erklärte, dass der Fahrgast im Zug kein Ticket kaufen kann, und deshalb 60 Euro bezahlen muss. Er schrieb dann ein Ticket, und fragte dann den Fahrgast überraschenderweise, ob er 7 Euro dabei habe. Hat er es sich doch noch anders überlegt?

Der Fahrgast meinte, dass er mit Karte zahlen könnte, aber der Zugbegleiter meinte, dass das nicht geht. Daraufhin meldete sich ein unbeteiligter Fahrgast, und gab dem Fahrgast 10 Euro. Damit bezahlte der Fahrgast dann sein fehlendes Ticket. Alles gut also?

Nein, denn ein Ticket fürs Schwarzfahren bekam er trotzdem. Nun soll er aber nicht mehr 60 Euro bezahlen, sondern die bezahlten 7 Euro hat der Zugbegleiter von den geforderten 60 Euro abgezogen.

Mal ehrlich, der unbeteiligte Fahrgast hat dem „Schwarzfahrer“ die 10 Euro gegeben, in der Hoffnung, dass das Problem damit behoben ist, und die geforderten 60 Euro sich damit erledigt haben.

Die Fahrgäste im Abteil haben sich natürlich über das Verhalten des Zugbegleiters unterhalten. Keiner fand es gut, dass die Bahn so eine massive Verspätung hatte, und dann auch noch so mit seinen Fahrgästen umgeht. Imagepflege sieht sicherlich anders aus.

Keiner fand es gut, dass der eine Fahrgast am nächsten Bahnhof  aussteigen durfte, um eine Fahrkarte nachzukaufen, während der andere um Zug eine Fahrkarte nachkaufen durfte, und dafür trotzdem noch 60 Euro wegen Schwarzfahren soll.

Zum Schluss noch ein Tipp an die Bahn. Warum verlangt ihr nicht gleich 120 € von den Leuten, wenn die mal ihre Fahrkarte vergessen, denn schließlich braucht ihr ja häufig 2 Stunden, wenn die Bahnfahrt eigentlich nur 1 Stunde dauern sollte.

 

 

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