Probleme mit dem RB46 in Bochum und Gelsenkirchen.

Gestern wollte ich zu einem Unternehmen, das es auch in Gelsenkirchen gibt. Allerdings ist das keineswegs als behindertengerecht zu bezeichnen, deswegen entschied ich mich nach Bochum zu fahren, und es dort zu probieren.

Von Gelsenkirchen nach Bochum und zurück fährt die RB46.

Um 14:03 Uhr und 16:08 Uhr musste ich die 3S-Zentrale der DB in Essen anrufen, weil es jeweils zuvor Probleme gab.

Zunächst weigerte sich der Zugführer mit dem Zug um 14:01 Uhr mich von Gelsenkirchen nach Bochum mitzunehmen. Er behauptete, dass er eine Anweisung habe, dass er die eingebaute Rampe im Zug in Gelsenkirchen nicht benutzen dürfte. Ich hoffe, dass er diese Anweisung auch schriftlich hat, denn seine Kollegen scheinen diese Anweisung weder zu haben noch zu kennen.

Der RB46 nach Bochum fährt in Gelsenkirchen von Gleis 25. Der Bahnsteig hat dort eine unterschiedliche Höhe. In Richtung Essen ist der Bahnsteig etwas niedriger, als in Richtung Bochum. Wenn der Zug also weiter Richtung Bochum steht, dann kann es tatsächlich ein Problem mit der eingebauten Rampe zu geben, weil diese sich dann nicht ausklappen lässt.

Fährt man aber ein paar Meter weiter Richtung Essen, dann wird der Bahnsteig niedriger, und die Rampe lässt sich dort problemlos ausklappen.

Der Lokführer versuchte erst gar nicht die Rampe auszufahren, sondern nahm mich nicht mit, weil er angeblich die Anweisung hätte, in Gelsenkirchen die Rampe nicht zu benutzen.

Nun weiß man, dass die Bahn eine Beförderungsverpflichtung hat, und dies gilt auch für Behinderte bzw. Rollstuhlfahrer. Immerhin dürfen auch Behinderte lt. Artikel 3 des Grundgesetzes nicht diskriminiert werden. Damit hat die Bahn alles zu unternehmen um auch Rollstuhlfahrer zu befördern, auch wenn man deshalb den Zug dafür 2 Meter vorfahren muss.

Ich wurde also nicht mitgenommen, deshalb rief ich dann die 3S-Zentrale der Bahn an. Eine halbe Stunde später fuhr wieder ein Zug nach Bochum, Der hatte nicht nur eine eingebaute Rampe, sondern auch noch eine Handrampe. Damit konnte ich dann in den Zug, und nach Bochum fahren.

Gebracht hat das nichts. Zwar war das Unternehmen auch für Rollstuhlfahrer befahrbar, aber man konnte mit nicht helfen. Man teilte mir mit, dass ich einen Termin brauchen würde..

Komisch, früher hätte man das ohne Computer in 10 bis 15 Minuten erledigt, und im EDV-Zeitalter braucht man mehr als 30 Minuten dafür, und muss dafür noch einen extra Termin vereinbaren.

Unverrichteter Dinge wollte ich wieder mit dem RB46 von Bochum nach Gelsenkirchen zurück.

Um 16 Uhr war ich auf dem Bahnsteig. Der Zug hat zwar einen gekennzeichneten Eingang für Rollstuhlfahrer, aber einen extra Druckknopf für Rollstuhlfahrer gab es dort nicht. Ich musste also über die ganze Zuglänge nach vorn zum Lokführer fahren, um hm mitzuteilen, dass ich auch in den Zug will. Anschließend musste ich den ganzen Zug wieder zurück, denn dort war der Eingang für Rollstuhlfahrer. Dort wartete ich auf den Zugbegleiter, der natürlich noch länger brauchte, als ich mit dem Rollstuhl.

Anstatt die Rampe auszufahren fing der Zugbegleiter an mit mir zu diskutieren. Er meinte, dass der Zug voll wäre. Stimmt schon, leer war der Zug nicht, aber so voll, dass man einen Rollstuhl nicht mehr mitnehmen konnte, so voll war der Zug auch wieder nicht.

Dann teilte mit der Zugbegleiter mit, dass der Zug gleich abfahren soll. Ich kann nichts dafür, dass das so blöd funktioniert. Ohne das Hin- und Herfahren, und ohne die unnötige Diskussion mit dem Zugbegleiter wäre ich längst pünktlich im Zug gewesen.

Der Zugbegleiter hat die Rampe nicht ausgefahren, sondern ging nach vorne. Ich dachte, er würde wieder die Handrampe holen, obwohl die in Bochum nicht nötig ist. Der Zug schloss dann die Tür, und fuhr ohne mich ab.

Wieder rief ich die 3S-Zentrale an. Es kam dann ein Bahnmitarbeiter. Um 16:30 Uhr kam der nächste Zug, und der Zugführer meinte natürlich gleich wieder, dass er mich in Gelsenkirchen nicht raubekommen würde.

Diese Behauptung ist zwar falsch, aber ich sagte, dass ich dann halt nur bis Wanne-Eickel fahre, und dort in einen anderen Zug nach Gelsenkirchen umsteige. natürlich habe ich vorher geprüft, ob in Wanne-Eickel die Aufzüge funktionieren.

Die RB46 sollte eigentlich bis Gelsenkirchen fahren, aber da der Zug zwischenzeitlich ein rotes Haltesignal hatte, kam er mit Verspätung in Wanne-Eickel an, und endete dort, bevor er wieder nach Bochum zurück fuhr. Ich musste also so oder so in Wanne-Eickel umsteigen.

Insgesamt war der Tag natürlich mal wieder gelaufen.

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